Die Abgeltungssteuer – das müssen Anleger wissen.
Kursgewinne, Dividenden und Zinsen unterliegen einer pauschalen Besteuerung. Wir erklären die wichtigsten Regeln und zeigen, wie Sie Freibeträge optimal nutzen.
So funktioniert die Abgeltungssteuer.
Steuersatz 25 %
Auf Kapitalerträge fallen pauschal 25 % Abgeltungssteuer an – unabhängig vom persönlichen Einkommensteuersatz.
+ Soli & Kirche
5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer (8 % oder 9 %) kommen on top. Gesamtbelastung: ca. 26–28 %.
Sparer-Pauschbetrag
Bis 1.000 € (Einzelperson) bzw. 2.000 € (Verheiratete) bleiben Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei.
Drei Schritte, um Steuern zu sparen.
Freistellungsauftrag setzen
Bei jedem Broker einen Freistellungsauftrag bis zur Höhe des Pauschbetrags eintragen. Andernfalls wird Steuer auch unter dem Freibetrag abgeführt und muss später erstattet werden.
Mehrere Broker?
Den Pauschbetrag auf mehrere Broker aufteilen. Maximalsumme bleibt 1.000 €/2.000 € – egal wie viele Konten.
Günstigerprüfung
Bei niedrigem persönlichem Steuersatz (unter 25 %) lohnt sich eine Anlage KAP in der Steuererklärung. Das Finanzamt berechnet dann automatisch den günstigeren Tarif.
Steuereinfach vs. Eigenverwaltung.
Deutsche Broker (Trade Republic, Scalable, comdirect, Consorsbank, ING) führen die Abgeltungssteuer automatisch ab – Sie müssen sich um nichts kümmern. Bei ausländischen Brokern wie Interactive Brokers müssen Sie die Steuer selbst in der Anlage KAP deklarieren.
Für 90 % der Privatanleger sind steuereinfache deutsche Broker die deutlich angenehmere Wahl.