Wertpapiere: Welche Formen gibt es?
Vom Klassiker Aktie über ETFs bis zu Zertifikaten und REITs: Wir erklären die wichtigsten Wertpapierarten und ihre typischen Eigenschaften.
Sechs Wertpapierarten im Vergleich.
Aktien
Anteile an Unternehmen. Höchste Renditeerwartung, aber auch höchstes Schwankungsrisiko. Über Dividenden zusätzliche Einkommensquelle.
Anleihen
Schuldverschreibungen von Staaten oder Unternehmen. Feste Zinszahlung, planbare Rückzahlung. Bei steigenden Zinsen Kursverluste.
ETFs
Börsengehandelte Indexfonds. Niedrige Kosten, breite Streuung, ideal für langfristigen Vermögensaufbau.
Investmentfonds
Aktiv gemanagte Bündel aus Aktien, Anleihen oder Mischformen. Höhere Kosten, selten Outperformance gegenüber ETFs.
Zertifikate
Derivate, deren Wert von einem Basiswert abgeleitet wird. Vielfältige Strukturen vom kapitalgeschützten Zertifikat bis zum Hebelprodukt.
REITs
Börsengehandelte Immobiliengesellschaften. Verbriefte Beteiligung an Immobilienportfolios, hohe Dividenden.
Für die meisten reicht ein ETF.
Ein breit gestreuter Welt-ETF wie der MSCI World oder FTSE All-World deckt 1.500–4.000 Unternehmen aus allen Industrieländern ab. Mit einer Position erreichen Sie eine Diversifikation, die Privatanleger über Einzelaktien praktisch nicht hinbekommen.
Erst wenn Sie verstanden haben, warum dieser Welt-ETF für 90 % der Anleger ausreicht, lohnt es sich, über Beimischungen wie Schwellenländer, Tech-Sektor oder REITs nachzudenken.
Komplexere Produkte = höheres Risiko.
Hebelzertifikate, Optionsscheine und CFDs versprechen hohe Gewinne – führen aber bei Privatanlegern statistisch zu Verlusten. Die ESMA-Daten der letzten Jahre zeigen: 75–85 % der CFD-Trader machen Verlust.
Beginnen Sie mit ETFs und Buy-and-Hold. Komplexere Produkte erst, wenn Sie deren Risikoprofil vollständig verstanden haben.